
Die Wahlkiste: Kinder entscheiden den Morgenkreis
Drei Karten, eine Kiste, jeden Tag ein anderes Kind. So wird Beteiligung zur Routine, ohne dass der Morgenkreis länger dauert.
Beteiligung scheitert selten am Willen, meist an der Frage, wie sie in den Ablauf passt. Die Wahlkiste ist eine Antwort, die keine zusätzliche Zeit kostet.
So geht es
- Das Team sammelt sechs bis acht Elemente, die im Morgenkreis vorkommen können: ein Lied, ein Bewegungsspiel, eine Geschichte, ein Fingerspiel, eine Frage an alle.
- Jedes Element bekommt eine Bildkarte. Kinder, die nicht sprechen oder noch kein Deutsch verstehen, erkennen die Karte am Bild.
- Jeden Tag zieht ein anderes Kind drei Karten aus der Kiste und legt die Reihenfolge fest.
Warum das für Inklusion wichtig ist
Das Kind, das die Karten zieht, entscheidet für alle. Es ist einmal am Tag das Kind, auf das die anderen warten. Für ein Kind mit Behinderung oder ein Kind, das die Sprache noch lernt, ist das eine Rolle, die es sonst selten bekommt.
Was das Team braucht
Eine Kiste, laminierte Karten, eine Liste, wer dran war. Nach zwei Wochen wissen die Kinder selbst, wer als Nächstes zieht.